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NEWS
Digitale Waagen als Bindeglied im Automatisationsprozess
Im Zeitalter der Automation, kann das Prüfmittel
Waage, als Kontrollmittel, nicht mehr als Insellösung eingesetzt
werden. Es ist ein Muss, die Kontrollfunktion in den Automatisierungsprozess
einzubinden. Das hat den Vorteil der Effektivität, der Kosteneinsparung
und der geringen Reaktionszeit den Prozess zu regeln.
Aufgabenstellung
In der Fertigungskette von Starterbatterien sollen an verschiedenen
Stellen Messungen an den teilfertigen Produkten durchgeführt
werden. Auf Basis dieser Messdaten, werden Gut- oder Schlechtbefunde
entschieden.
Nach Montage dieser Batterien sollen diese ohne Stopfen im Durchlauf
gewogen werden. Der Gewichtswert soll von jeder Waage an ein übergeordnetes
Rechnersystem übertragen werden. Die Batterien werden vorher
per Laser mit einem Matrixcode versehen. Nach dem ersten Wiegen
werden die Batterien mit hochkonzentrierter Schwefelsäure gefüllt,
werden danach über Waage 2 geschickt. Bei Toleranzverletzungen
müssen die Batterien vom Band geschoben werden. Darauf erfolgt
die Formierung der Batterien, dem Weitertransport über Waage
3 und dem Puschen bei Toleranzverletzungen, ansonsten Weitertransport.
Die max. Last der Batterien beträgt ca. 30 kg. Die Genauigkeit
der Waage soll +/- 1 g betragen. Das Material muß in V4A Edelstahlausführung
oder säureresistenten Kunststoff ausgelegt sein ( Berührungsstoff
= hochkonzentrierte Schwefelsäure ).
Durchsatz der Waage = 9 Batterien / Minute; Pusher an Waage 2 und
3; Schnittstelle = Profibus / Siemens S7 / CPU 315 L2DP. Des weiteren
soll die Waage fernsteuerbar sein.

Lösung
Für eine Standardplattformwaage wurde die Waagenglocke geändert
in V4A Ausführung nach DIN 1.4571. Für das Waagentransportband
wurde ein säureresistenter Kunststoff ausgewählt mit einem
Kettenförderer. An die klassische Waagenschnittstelle (RS 232)
wurde ein Profibusadapter angeschlossen, so dass die ganze Steuerungsebene
auf Siemens S7 abgestimmt war.
Die montierte Batterie wird auf das Waagenband gefördert, mittels
einer Fotozelle mittig positioniert, das Band wird über die
Steuerung kurz gestoppt, der Nettowert der Batterie wird an das
übergeordnete System übermittelt und unter dem dazugehörigen
Code abgelegt. Danach erfolgt der Weitertransport der Batterie,
für diesen Vorgang wurden 7 Sekunden benötigt. Anschließend
wird die Batterie mit Säure gefüllt und auf Waage 2 erneut
gewogen.
An Hand der Gewichtsdifferenz vor und nach dem Befüllen wird
geprüft, ob Füllvorgang und Batterie sich spezifikationsgerecht
verhalten bzw. ablaufen. Zu leichte und zu schwere Batterien werden
hier ausgestoßen. Nach dem nachgeschalteten Formierungsprozess
erfolgt eine weitere Gewichtsermittlung auf Waage 3 mit den gleichen
Gut- und Schlecht Entscheidungen.
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